December 18, 2020

HEMA vs. Wissenschaft feat. Dr. Eric Burkart (SG 45)

Wir besprechen mit Dr. Eric Burkart der beruflich an Fecht- & Ringbüchern forscht, wie die geisteswissenschaftliche Sicht auf HEMA ist.

Die Frage dabei ist ob HEMA Wissenschaft sein kann und damit, ob Ergebnisse aus dem historischen Fechten wieder in die Forschung zurück fließen können oder nicht.

Wir reden zudem darüber ob man mittelalterliche Kampfkünste authentisch rekonstruieren kann oder ob es sich nicht zwangsweise um moderne Interpretationen handelt.

Ihr erfahrt warum Eric lieber Kampfbuch als Fechtbuch sagt, wie fechten den Körper formt, in welchem Kontext Fechtbücher entstanden sind und welchen Einfluss Sozialisierung auf die resultierende Kampfesweise hat.

Eric gibt zudem einen spannenden Ausblick darauf warum Talhoffer so explizit Gewalt zeigt und ob wir die Frage beantworten können ob etwa Liechtenauers Langes Schwert für den Ernstkampf gedacht ist oder nicht.

Spannender Fakt: Fechtbücher sind die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen von Bewegungsabläufen.

Über Dr. Eric Burkart

Eric Burkart hat Geschichte und Politikwissenschaft studiert und seinen Doktor in Geschichte zum Thema Kreuzzüge als Selbstbeschreibung geschrieben. Er ist aktuell Postdoc und Dozent für mittelalterliche Geschichte an der Uni Trier.

Eric hat selbst HEMA in Frankfurt trainiert und viele weitere Kampfkünste wie Olympisches Fechten im Florett, Karate, Wing Tsun, PTK und sogar Schießsport gemacht.

Shownotes:

Wer in weiter in die akademische Welt hinein schnuppern möchte sollte sich unsere Folge mit Dr. Sixt Wetzler anhören, dem Leiter des Deutschen Klingenmuseum in Solingen.

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